29.7.2004

Bei Emmerich gelernt

Von Roger Zedi um 17:47 [ Popcorn ]
Warum geht man in Zeiten der DVD überhaupt noch ins Kino? Um einen Film nicht alleine zu gucken, beispielsweise. Ab und zu ist das Publikum sogar spannender als der Film. Und manchmal auch erschreckender.

Diesen Eindruck hatte ich zumindest, als ich vor einigen Wochen Emmerichs neuste Computergrafik-Orgie über eine fiktive Klimakatastrophe besuchte. Ich fand mich in einer Masse von Teenies wieder, die mir das Gefühl gab, mit meinen 33, sehr, sehr alt zu sein. Damit nicht genug. Ich musste feststellen, dass meine Selbsteinschätzung, ich hätte immer noch einen Draht zur Jugend und wisse, was angesagt sei, offenbar total daneben ist. Denn was sich da an bauchfreien (und leider gleichzeitig übergewichtigen) Mädels in viel zu engen Hosen und Oberteilen produzierte (auffallend viele übrigens in Begleitung von unrasierten Herren meines Alters...), erstaunte mich doch sehr. Nicht, weil ichs irgendwie anrüchig fände – vielmehr ist mir schleierhaft, wie man sich so billig verkaufen kann. Und die Jungs? Auch deren Look und Benehmen waren mir so fremd, als ob ich auf einem anderen Planeten gelandet wäre. Dabei wohne ich doch nur 10 Gehminuten vom Kino entfernt.

Hoffnung für die Zukunft gab mir dann folgende Unterhaltung, die in der Pause zwischen einigen Jungs in der Reihe hinter mir zu belauschen war: «Wotsch au äs Glacé?» - «Sicher nöd» - «Wieso nöd?» - «Bisch weich? Im Mäcdonalds gits än Mäcflörri für 3.90. Ich zahl doch nöd foif Stutz für äs Glacé». Pessimisten hätten sich an dieser Stelle wohl darüber geärgert, dass die Jugend auch bei diesem grün angehauchten Film nur an McDonalds und Kosum denkt. Ich aber kam zu einem anderen Schluss: Die Jugend kann – wie auch immer sie aussieht - noch rational denken und rechnen. Das habe ich bei Emmerich gelernt. Immerhin.


28.7.2004

Vor- und Nachteil der Provinz

Von Christian Andiel um 12:15 [ Kino ]
Christian Andiel über Lost in Translation im Open-Air-Kino


26.7.2004

Der ewige Kampf gegen das Böse

Von Ralf Kaminski um 00:42 [ Kino ]
Gandalf gegen Sauron, Obi Wan Kenobi gegen Darth Vader - die Filmindustrie gegen die Raubkopierer. Epische Gefechte, letzteres zwar noch mit ungewissem Ausgang, bisher haben aber klar die Raubkopierer die Nase vorn, egal was die Filmbosse sich einfallen lassen.

In den Genuss der neusten Idee kamen bis jetzt nur Premierengäste und Journalisten in Pressevisionierungen, aber vielleicht ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis sich alle Kinogäste dem Prozedere unterwerfen müssen: Vor der Vorstellung durchsuchen Sicherheitsbeamte sämtliche Handtaschen und Rucksäcke. Alle Geräte, mit denen man Bild oder Ton aufzeichnen könnte, müssen abgegeben werden - erst dann darf man in den Saal. So geschehen unter anderem bei der Premiere von "The Lord of the Rings - The Return of the King" und bei der Pressevisionierung von "(T)raumschiff Surprise - Periode 1". Handys müssen aus Prinzip draussen bleiben, auch wenn sie uralt sind und nie und nimmer irgendwas aufzeichnen könnten. Man fühlt sich ein bisschen wie bei der Security vor einem USA-Flug. Und während der Vorstellung stehen zwei Uniformierte rechts und links im Saal und beobachten nicht etwa das Geschehen auf der Leinwand, sondern die Zuschauer. Jeder Kunde ein potenzieller Feind!

Dieses neuste Kampfmittel der Filmindustrie gegen die Internetpiraten und Raubkopierer ist selbstredend ebenso sinnlos wie alle anderen seit der Einführung des Kopierschutzes auf VHS-Kassetten irgendwann in den 80er-Jahren. Es ist ja in der Regel nicht der Premierengast, der inmitten eines vollbesetzten Kinos mit seiner kleinen Digicam den Streifen von der Leinwand abfilmt, genauso wenig wie der Filmjournalist mit seinem Handy zehn Minuten Filmton aufzeichnet, um mit diesem dann, ähm tja, was eigentlich zu tun? Es sind Filmvorführer, die nach der letzten öffentlichen Vorstellung nachts den Film nochmals laufen lassen und eine Kamera davor installieren. Es ist der Filmfreak, der seine Videokamera in die fast völlig leeren Nachmittagsvorstellungen der grossen Multiplexkinos reinschmuggelt. Es ist ein Mitarbeiter der Produktionsfirma, der eine nur für interne Zwecke gedachte DVD aufs Netz stellt. Überhaupt dürften die Schweiz und wohl ganz Europa verglichen mit China und Russland zu den eher harmlosen Piraten in den internationalen Gewässern gehören.

Schon seit rund zwei Jahrzehnten unterlaufen oder umgehen die Raubkopierer alle Versuche der Filmindustrie, dem illegalen Kopieren einen Riegel zu schieben. Kopierschutz auf VHS? Ein Kopierschutzdekoder schuf Abhilfe. Ein härterer Kopierschutz? Ein neuer Kopierschutzdekoder kam raus. Chips in DVD-Playern, die das Kopieren der Scheibe verhindern? Umgehend kamen Player auf den Markt, in denen der Chip gar nicht erst drin war.

Doch das waren alles nur Peanuts. Erst vor ein paar Jahren, mit den DVD-Brennern in den Computern und den Filesharing-Programmen auf dem Internet, fing die Piraterie an, der Filmindustrie ernsthaft weh zu tun. Mit ein paar simplen Programmen kann inzwischen jeder eine DVD praktisch ohne Qualitätsverlust am eigenen Computer kopieren. Mit einem weiteren simplen Programm kann er sich ausserdem die neusten Kinofilme aus dem Internet runterladen. Zwar ist die Qualität je aktueller der Film desto lausiger, aber ein paar Wochen nach dem Kinostart kriegt man schon ganz passable Versionen für sein Heimkino.

Mit dem Computer und dem Internet haben sich die Schleusen geöffnet - das hat die Musikindustrie bereits bitter zu spüren bekommen, und der Filmindustrie wird es auf die Dauer kaum viel besser ergehen. Bisher sind die Reaktionen - wie seit jeher - hilflos und defensiv. Eine Polizeirazzia hier, ein Gerichtsfall dort. Und vor den Filmen im Kino moralische Appelle mit Drohgebärden ("...wenn das so weiter geht, werden Kinoeintritte und DVDs teurer!"). Dabei liesse sich zumindest das Interesse am Internet-Download so leicht verringern: Würde ein Film weltweit zur gleichen Zeit gestartet, würden die Filmfreaks geschlossen ins Kino um die Ecke gehen und nicht ihren Computer hochfahren und den Titel im Netz suchen. Erstens dauert es lange, einen ganzen Film runterzuladen, zweitens ist die Qualität niemals mit der im Kino vergleichbar. Und wer will schon den lange herbeigesehnten neusten Hollywood-Blockbuster mit verschwommenem Bild und lausigem Ton sehen, wenns auch anders geht?

Zugegeben, das deckt nur einen kleinen Teil des Problems ab, aber es würde funktionieren. In allen anderen Bereichen, insbesondere was das DVD-Kopieren betrifft, ists ein Kampf gegen Windmühlen. Die Raubkopiersperre, die nicht geknackt werden kann, muss erst noch erfunden werden. Moralische Appelle fruchten eh nicht. Und höhere Preise dürften die Piraterie erst recht anstacheln. Auf die Dauer kann es auch keine Lösung sein, potenziellen Kunden (Filmfans!) mit dem Richter zu drohen. Neue Ideen sind gefragt! Und unter Garantie wäre es für die Filmindustrie erfolgversprechender, mit den neuen technischen Möglichkeiten zu arbeiten statt gegen sie anzutreten.


21.7.2004

Noldis letzter „Äktschen-Fuim“

Von Benedikt Eppenberger um 09:54 [ Popcorn ]

Ein eindrucksvoller Schnappschuss gelang jenem Fotografen, der die während der staatlichen Beerdigung des österreichischen Präsidenten beieinander stehenden Herren Schwarzenegger und Deiss ablichtete. Hier, der vom Kino-Helden zum Gouverneur-Darsteller gewendete Hollywood-Nussknacker - dort, der Schweizer Bundesrat, dessen einziger Fehler es ist, das Tattoo auf dem Oberarm seiner Frau nicht verhindert zu haben.
Es soll zwar an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden, weshalb Kalifornien sich für einen österreichischen Ex-Bodybuilder als Gouverneur entschieden hat – schon vergessen? Italien wählte erst kürzlich einen weit unbegabteren Seifenopera-Buffa-Kontertenor zum Premierminister. Aber ganz ohne die Frage: „Vom Showbiz-Promi zum Politiker, wie geht das eigentlich?“ läuft es eben auch diesmal nicht.
Ja, es wird sogar richtig unheimlich. Meditiert man nämlich lange genug über dem Bild, dann befremdet mit einem mal nicht mehr die Präsenz Schwarzeneggers, sondern jene von Deiss. Wie kommt der Kerl überhaupt dahin? Charlton "from my cold dead hands" Heston an seiner Stelle wäre angebrachter oder Pierce Brosnan, oder wenigstens Werner Vetterli. Und überhaupt: Schwarzenegger ist cool. Deiss isst Nüsslisalat. Schwarzenegger ist real. Deiss ist "Schweiz aktuell". Schwarzenegger ist Hollywood. Deiss ist Autobahnausfahrt Düdingen West. Schwarzenegger ist Kino. Deiss ist Bundesrat. Hasta la vista, Baby.










Apropos "I'll be back": Voraussichtlich ab September wird Martin Kilian, zusammen mit anderen Tages-Anzeiger Auslandkorrespondenten, wieder bloggen.



19.7.2004

Bully kommt

Von Christian Andiel um 11:25 [ Kino ]
Ein verlängertes Wochenende in München. Zwischen Bier und Pinakothek, Schweinsbraten, Mooshammers Modeboutique und den Nackerten in den Isarauen dominiert ein Thema Bayerns Hauptstadt: Der neue Film von Michael Herbig, seit Jugendtagen und dem Tragen eines FC-Bayern-Trikots mit der Aufschrift „Magirus Deutz – Die Bullen kommen“ nur noch „Bully“ gerufen. Er heisst „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ und wird überall geradezu hymnisch angekündigt. Für die „Süüddeutsche Zeitung“ ist Herbig der „lustigste Münchner seit Karl Valentin“. Die nicht weniger renommierte „Frankfurter Allgemeine“ widmete dem Ereignis mehr als eine halbe ihrer sehr grossen Seiten.
Dabei war das Ereignis bis am 19. Juli, also vier Tage vor der weltweiten Premiere ein Nicht-Ereignis: Es gab keine Vorab-Vorführung, niemand konnte mehr gesehen haben als ein paar dürre Ausschnitte. Die waren freilich überall zu sehen: Die Marketing-Maschinerie lief prächtig, wer zuletzt in Deutschland TV schaute, Radio hörte oder Zeitung las, der weiss vor allem eines: Bully is back, und das ist „das Grösste, was dem deutschen Kino passieren konnte“ („Süddeutsche“). Sein Erstling, der „Schuh des Manitu“, war nämlich der erfolgreichste Film, der in deutschen Knos überhaupt je lief. Mit mehr als 10 Millionen Zuschauern führt er jede erdenkliche Rangliste an.
Da heisst es wacker kämpfen, damit der Folgefilm nicht weit dahinter zurückbleibt. Doch die Chancen für einen Flop stehen schlecht: Den Sensationsfilm gibt es derzeit nicht, der Bully mit seiner (T)Raumschiff-Crew in der Sonne stehen könnte; nachdem sich Harald Schmidt auf Provinzbühnen zurückgezogen hat und bei Sat1 von der bedauernswerten, überforderten und eigentlich nur schrecklichen Anke Engelke ersetzt wurde, hat sich auch der deutsche Humor zurückgezogen; und schliesslich war der „Schuh des Manitu“ tatsächlich richtig gut.
Bully wird also einen neuen Rekord aufstellen. Er wird auch in der Schweiz wieder für Furore sorgen. Denn aus seinem eigenen Lager droht Konkurrenz momentan nur von einem. Und bislang hat Michael Mittermaier noch keinen Film gemacht.


17.7.2004

Am See

Von Roger Zedi um 10:16 [ Kino ]

Das Ende des Eröffnungsfilms Love's Brother verrate ich euch nicht, denn er war so ultralangweilig, dass ich vorzeitig die Flucht vom Zürichhorn ergriffen habe. Aber sonst war's ein ganz netter abend - und wo sonst im Kino ist der Film so sehr Nebensache wie hier?


16.7.2004

Wo die Liebe hinfällt

Von Ralf Kaminski um 22:31 [ Kino ]
Es ist ja so: Es gibt die Filme, in der Liebe und Beziehungen eine zentrale Rolle spielen, und es gibt die anderen. Doch selbst im hirnlosesten Actionfilm muss dem muskelbepackten Helden noch eine Liebesgeschichte angedichtet werden - in der Regel mit einer ansonsten für die Handlung vollkommen überflüssigen aber brutal gut aussehenden Frau. Ein Kinoheld, der einen ganzen Film made in Hollywood durchhält, ohne sich zu verlieben, scheint schlicht undenkbar. Bestimmt würde das Publikum empört aus dem Kino laufen. Tatsächlich erinnere ich mich nur an einen Hollywood-Film, der auf eine Love Story verzichtet hat, obwohl es sich eigentlich angeboten hätte: "A few good Men", ein Gerichtsdrama mit Jack Nicholson, Tom Cruise und Demi Moore (1992). Cruise und Moore spielen ein Anwaltsgespann, das einen Mord in einer Armykaserne aufzuklären hat. Nicholson ist der Böse, der am Ende selbstredend seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Nix Besonderes. Und es wäre naheliegend gewesen, nach Schema F vorzugehen (Anwälte kommen sich während des Falls näher und verlieben sich). Man tat es trotzdem nicht. Lobenswert.

Jedenfalls sass ich nun kürzlich in "I, Robot", einem Science Fiction Thriller nach Isaac Asimov mit Will Smith (demnächst in unseren Kinos). Cop Will muss einen merkwürdigen Selbstmord aufklären und begegnet dabei einer Wissenschaftlerin (Bridget Moynahan). Als sich die beiden zum ersten Mal erblicken, ist klar, dass soeben Schema F in Gang gesetzt worden ist. Dachte ich jedenfalls - doch hatte ich die Rechnung ohne God's own country gemacht. Denn Will ist schwarz, die Wissenschaftlerin aber ist weiss - und hey, ein gemischtrassiges Couple, wo würde das hinführen? Sodom und Gomorrha oder schlimmer, zur Homo-Ehe!

Es war 1967 als Sidney Poitier in "Guess who's coming to Dinner" zum ersten Mal im US-Kino als Schwarzer eine Weisse lieben durfte. Das mag seither da und dort wieder vorgekommen sein, aber es ist selten und alles andere als eine Selbstverständlichkeit - noch heute. Sonderlich realitätsnah ist das nicht, erst recht nicht in einem derart ethnisch gemischten Land wie die USA.

In "I, Robot" siehts denn auch lange nach Schema F aus, aber es kommt zu keinem Kuss, zu keinem "I love you" und auch zu sonst nichts. Immerhin retten die beiden die Welt davor, von Robotern übernommen zu werden - das ist stressig, und da bleibt dann wohl keine Zeit für die Liebe. Letztlich treten in diesem Film zwei ungeschriebene Hollywood-Gesetze gegeneinander an, die beide gleichermassen überflüssig sind. Und gewonnen hat wohl das stärkere.


15.7.2004

Nicht vergessen

Von Martin Uebelhart um 08:00 [ Kino ]
Lieber B.
Beinahe vergessen aber knapp geschafft: Kurz vor 12 mit schlechtem Gewissen aus dem Büro, per Velo durch Zürichs Baustellenverkehr gehetzt, und, ja, noch ein LunchKino-Ticket erhalten.
Gehemmt in den krachenden Apfel gebissen, tief im Kinosessel, während die Nachbarn schlappe Sandwichs mampfen und der Streifen beginnt. Nicht der, den ich eigentlich sehen will; statt Jorge Furtados "The man who copied" ein Made-in-Hollywood. Achach, vergessen, dass Donnerstag der neue-Filme-Tag ist.
Doch dann ist alles weg, verlier mich mit dem Mann auf der Leinwand (Jim Carrey!) in Charlie Kaufmanns (Being John Malkovich, Adaption) Verwirrspiel zwischen Erinnern und Vergessen. Und juble: Hoch, Charlie, hoch! Hoch die grossen Gefühle (Liebe, Schmerz, Hoffnung), hoch das Leben (auch: Kampf gegen Vergänglichkeit), hoch die unendlichen Fragen (vom Wie und dem Warum).
Mein Apfel bleibt ungegessen, kurz vor 14 Uhr wandle ich vom Kino zurück in die Welt. Und wundere mich, wie ich vergessen konnte, was ein wirklich guter Film, ein echt sättigendes Z'mittag ist. Und dass Du schon vor Wochen aus der fernen Grossstadt geschrieben hattest: "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" ist wunderbar - unbedingt ansehen! - Ja, lieber B., das tu ich. Noch ein, vielleicht auch zwei Mal. Werds nicht vergessen!
LunchKino


12.7.2004

Sequel-mania

Von Ralf Kaminski um 07:33 [ Kino ]
Gar Wundersames scheint sich zurzeit in Hollywood zu tun: Gleich drei gute Sequels auf einen Schlag schickt die US-Filmindustrie in unsere Kinos: "Harry Potter and the Prisoner of Azkaban" (Längen besser als die ersten beiden), "Shrek 2" (fast so gut wie sein Vorgänger) und "Spider-Man 2" (deutlich besser als der erste). In der Regel sind Fortsetzungsfilme für Hollywood ja reine Geldprojekte: Man nutzt den guten Namen des ersten Films, um das Publikum noch einmal in die Kinos zu locken. Bis sich rumgesprochen hat, wie schlecht der zweite Teil ist, hat er schon so viel eingespielt, dass sich die Sache dennoch gelohnt hat.

Klar, Ausnahmen gabs schon früher: "The Empire strikes back" (der bis heute beste Star-Wars-Film; sieht man die Prequels als Sequel zur ersten Trilogie, läufts bisher aber wieder ziemlich regelkonform...), "Batman Returns" oder "X-Men 2". Aber gleich drei solche Ausnahmen in einem Jahr - stehen wir etwa einem Hollywood'schen Sinneswandel gegenüber? So unter dem Motto, "Hey, es geht uns mal nicht nur ums Geld, wir nehmen endlich auch unser Publikum ernst!"?

Warten wirs ab. Fortsetzungen von "Shrek" und "Spider-Man" sind geplant, von "Harry Potter" sowieso, und weitere Blockbuster-Sequel stehen bereits vor der Tür oder sind in Vorbereitung: "Catwoman" (im Herbst), "Star Wars - Episode III" (2005), "Batman Begins" (2005), James Bond (2005), "X-Men 3" (2006) und "Pirates of the Carribean 2: Treasures of the Lost Abyss" (2006). Bei letzterem sind die Erwartungen besonders hoch, schliesslich sind mit Johnny Depp, Orlando Bloom und Keira Knightley nicht nur dieselben Hauptdarsteller erneut wieder mit von der Partie, auch Regie und Drehbuch sind wieder in denselben Händen wie beim Überraschungserfolg vom letzten Jahr.

Und von noch einem Sequel (naja, eigentlich ja eher wieder ein Prequel), auf das man grosse Hoffnungen setzen darf, gibts zu berichten: Peter Jackson trägt sich offenbar ernsthaft mit dem Gedanken "The Hobbit", die Vorgeschichte von "The Lord of the Rings", zu verfilmen - allerdings müssen erst noch einige rechtliche Probleme geklärt werden. Erste Gespräche mit Ian McKellen (Gandalf) und Andy Serkis (Gollum) haben aber angeblich bereits stattgefunden.


09.7.2004

Now it's dark

Von Benedikt Eppenberger um 13:40 [ Kino ]
«Eine Geschichte sollte einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende haben, aber nicht zwingend in dieser Reihenfolge.» Jean-Luc Godard




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