Missglückte Revanche
| Von Christian Andiel um 00:05 | [ Kino ] |
Zur Zeit scheinen kritische Politfilme in Hollywood einen guten Leumund zu haben. Jüngstes Beispiel ist „Syriana“ von Stephen Gaghan, mit George Clooney (Bild) und Matt Damon. Er behandelt die politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen der USA in der Golfregion, und er tut dies nicht aus unreflektierter Sicht amerikanischer Chauvinisten.

Das Vorhaben ist also lobenswert, und Gaghan versucht alles, um den Film interessant aufzubauen. Er führt verschiedene Erzählstränge nebeneinander her, die sich allmählich annähern und schliesslich zum Plot führen. Gaghan hat für „Syriana“ auch das Drehbuch verfasst, und dass er dies ausgezeichnet kann, bewies er mit seinem Skript zum grandiosen „Traffic“ von Steven Soderbergh.
Doch für die Umsetzung einer genialen Idee braucht es halt auch einen genialen Regisseur. Soderbergh ist dies bei „Traffic“ gelungen. Gaghan scheitert bei seinem zweiten Film als Regisseur nach „Abandon“ (2002) leider, weil er es nicht genügend schafft, die Erzählstränge voneinander abzuheben, ehe sie sich vereinigen. Man verliert viel zu schnell den Überblick, ist verwirrt, verliert schliesslich das Interesse. Soderbergh hat sogar mit verschiedenen Farbtönen gearbeitet, Gaghan vertraut allein auf seine Geschichte(n). Und das ist zuwenig.
Einer der Produzenten von „Syriana“ ist Soderbergh. Hat er Gaghan den Job des Regisseur zugeschustert, als Dank quasi fürs brillante „Traffic“-Drehbuch? Dann hat er ihm mit dieser gut gemeinten Revanche einen Bärendienst erwiesen und hätte lieber selbst das Sagen übernommen.

Das Vorhaben ist also lobenswert, und Gaghan versucht alles, um den Film interessant aufzubauen. Er führt verschiedene Erzählstränge nebeneinander her, die sich allmählich annähern und schliesslich zum Plot führen. Gaghan hat für „Syriana“ auch das Drehbuch verfasst, und dass er dies ausgezeichnet kann, bewies er mit seinem Skript zum grandiosen „Traffic“ von Steven Soderbergh.
Doch für die Umsetzung einer genialen Idee braucht es halt auch einen genialen Regisseur. Soderbergh ist dies bei „Traffic“ gelungen. Gaghan scheitert bei seinem zweiten Film als Regisseur nach „Abandon“ (2002) leider, weil er es nicht genügend schafft, die Erzählstränge voneinander abzuheben, ehe sie sich vereinigen. Man verliert viel zu schnell den Überblick, ist verwirrt, verliert schliesslich das Interesse. Soderbergh hat sogar mit verschiedenen Farbtönen gearbeitet, Gaghan vertraut allein auf seine Geschichte(n). Und das ist zuwenig.
Einer der Produzenten von „Syriana“ ist Soderbergh. Hat er Gaghan den Job des Regisseur zugeschustert, als Dank quasi fürs brillante „Traffic“-Drehbuch? Dann hat er ihm mit dieser gut gemeinten Revanche einen Bärendienst erwiesen und hätte lieber selbst das Sagen übernommen.
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