Der ganz schlichte Horror
| Von Christian Andiel um 15:43 | [ Kino ] |
Kennen Sie dieses Gefühl, jetzt einfach einmal lachen zu MÜSSEN? Obwohl Ihnen eigentlich gar nicht danach zumute ist. Obwohl die Atmosphäre einfach nur kalt ist, man fühlt sich körperlich unwohl. Und dabei sitzt man „nur“ im Kino, schaut auf die Leinwand. Und möchte doch lieber irgendwo anders hinschauen. Oder eben: lachen. Das befreit. Für ein paar Minuten wenigstens.
Bis zum nächsten Horror.
Florian Henckel von Donnersmarck ist es in seinem Film „Das Leben der anderen“ gelungen, genau diese Gefühle beim Zuschauer auszulösen. Der Film spielt von 1984 bis etwa 1993, in der DDR ist ein hoher Funktionär hinter einer Schauspielerin (Martina Gedeck) her, deshalb soll deren Freund, ein Schriftsteller (Sebastian Koch), von der Stasi beschattet und ausgeschaltet werden. Ulrich Tukur spielt den Chef der Spitzelbehörde, Ulrich Mühe (Bild) den letztlich Ausführenden. Die Geschichte, die nicht mit dem Fall der Mauer endet, ist genial, der Regisseur hat auch das Drehbuch geschrieben, und er hat die brillanten Schauspieler geradezu perfekt geführt. Schlicht in den Gesten, ruhig in den Einstellungen, präzise im Dialog.

„Das Leben der anderen“ ist nichts anderes als ein Meisterwerk. Es zeigt, wie ein totalitärer Staat seine Bürger deformiert, bis in ihr Innerstes, in ihre Seele. Beziehungen, die auf Vertrauen basieren, sind praktisch nicht möglich. Und all dies ohne offensichtliche Gewalt, ohne Waffenbedrohung, mit schlichten Worten und der „historischen Wahrheit“ im Rücken.
Henckel von Donnersmarck erzählt furchtbare Geschichten. Und dass er uns trotzdem immer wieder mal lachen lässt, kurz und befreiend, dafür können wir ihm gar nicht genug danken. Sonst wäre „Das Leben der anderen“ unerträglich.
Und wem fällt jetzt ein besserer Film ein, der in Deutschland je gedreht wurde?
Bis zum nächsten Horror.
Florian Henckel von Donnersmarck ist es in seinem Film „Das Leben der anderen“ gelungen, genau diese Gefühle beim Zuschauer auszulösen. Der Film spielt von 1984 bis etwa 1993, in der DDR ist ein hoher Funktionär hinter einer Schauspielerin (Martina Gedeck) her, deshalb soll deren Freund, ein Schriftsteller (Sebastian Koch), von der Stasi beschattet und ausgeschaltet werden. Ulrich Tukur spielt den Chef der Spitzelbehörde, Ulrich Mühe (Bild) den letztlich Ausführenden. Die Geschichte, die nicht mit dem Fall der Mauer endet, ist genial, der Regisseur hat auch das Drehbuch geschrieben, und er hat die brillanten Schauspieler geradezu perfekt geführt. Schlicht in den Gesten, ruhig in den Einstellungen, präzise im Dialog.

„Das Leben der anderen“ ist nichts anderes als ein Meisterwerk. Es zeigt, wie ein totalitärer Staat seine Bürger deformiert, bis in ihr Innerstes, in ihre Seele. Beziehungen, die auf Vertrauen basieren, sind praktisch nicht möglich. Und all dies ohne offensichtliche Gewalt, ohne Waffenbedrohung, mit schlichten Worten und der „historischen Wahrheit“ im Rücken.
Henckel von Donnersmarck erzählt furchtbare Geschichten. Und dass er uns trotzdem immer wieder mal lachen lässt, kurz und befreiend, dafür können wir ihm gar nicht genug danken. Sonst wäre „Das Leben der anderen“ unerträglich.
Und wem fällt jetzt ein besserer Film ein, der in Deutschland je gedreht wurde?
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