Das Ende naht. Vielleicht.
| Von Ralf Kaminski um 14:16 | [ Kino ] |
Wenn wir nichts tun, kommt es zur globalen Erwärmung, und die Küsten der Welt, wie wir sie kennen, werden unbewohnbar, gewaltige Flüchtlingsströme drohen („An Inconvenient Truth“). Wenn wir nichts tun, wird uns mit dem Versiegen des Öls ein globaler Kampf um Energie drohen – und unser heutiger Lebensstandard im Westen wird sich massiv verschlechtern („The Oil Crash“). Wenn wir nichts tun, wird zuerst die USA und dann die ganze Welt am Fast Food verfetten („Super Size Me“). Wenn wir nichts tun, wird George W. Bush erst die USA und dann die ganze Welt in den Abgrund reiten („Bowling for Columbine“ / “Fahrenheit 9/11“). Wenn wir nichts tun, wird Michael Moore weiter mit seinen tendenziösen Propagandafilmen die Gesellschaft vergiften („Manufacturing Dissent“).
Geht es nach den (US-)Dokumentarfilmen der letzten Monate und Jahre, steht es düster um die Welt. Sie alle kommen enorm überzeugend daher, präsentieren ihre Argumente umfangreich und einleuchtend – und sind dennoch fast reine Propagandafilme, weil sie die Gegenseite in der Regel nicht zu Wort kommen lassen. Michael Moore ist ein Meister dieses politischen Propaganda-Dokfilms – und wurde unlängst von zwei ihn eigentlich bewundernden Filmemachern entlarvt, wie er die Wahrheit zurechtbiegt, damit sie zur Aussage seiner Filme passt. Wie sehr andere dies auch tun, ist für den Kinozuschauer unmöglich nachzuvollziehen.
Aktuell bei uns im Kino läuft „The Oil Crash“, in dem Wissenschaftler und amtierende oder ehemalige Fachleute der Ölindustrie eindringlich davor warnen, dass es von nun an wohl nur noch abwärts geht mit der Ölförderung, dass aber gleichzeitig die Nachfrage nach dem scheinbar so billigen, aber eben nicht erneuerbaren Rohstoff ungebremst ansteigen wird. Quintessenz: Wenn die Menschheit sich nicht schleunigst von der Öl-Abhängigkeit befreit und nach Alternativen forscht, sieht die Zukunft finster aus: Es wird Kriege geben ums Öl, und die Zivilisation, wie wir sie kennen, wird zusammenbrechen. Und zwar eher in 20 als in 50 Jahren.

Auf der einen Seite würde man sich wünschen, alle Menschen würden gezwungen, sich diesen Film anzusehen, am besten im Doppelpack mit Al Gores „An Inconvenient Truth“. Damit sie aufwachen und einsehen, es muss etwas geschehen – und entsprechend zu handeln beginnen. Auf der anderen Seite nagt der Zweifel: Ist es wirklich sooo dramatisch? Ist das Untergangs-Raunen wirklich angemessen? Ist da nicht vielleicht auch einiges einfach so zurechtgebogen, dass die Filmemacher ihre Aussagen ohne Einschränkungen rüberbringen können? Warum kommt nicht ein einziger Vertreter der anderen Seite zu Wort?
Wie auch immer, im Kern liegt „The Oil Crash“ sicher richtig: Die Öl-Reserven der Welt sind nicht unendlich, und der Bedarf wird immer nur noch steigen. Zeit, den Kopf aus dem Sand zu nehmen und jene Politiker und Parteien zu unterstützen, die bereit sind, derartige Probleme anzugehen und die entsprechenden Mittel zu investieren, eine Lösung zu finden. Was aber, wenn es keine gibt? Wenn sich dereinst nur noch die ganz Reichen (Paris Hilton & Co.) das leisten können, an was sich auch der Mittelstand längst gewöhnt hat?
Ein schönes Beispiel, wie unsere Welt bald aussehen könnte, wenns zivilisatorisch von nun an nur noch abwärts geht, bietet übrigens der rein fiktionale Scifi-Thriller „Children of Men“ mit Clive Owen und Julianne Moore. Gerade auf DVD rausgekommen. Schwer zu empfehlen.
Geht es nach den (US-)Dokumentarfilmen der letzten Monate und Jahre, steht es düster um die Welt. Sie alle kommen enorm überzeugend daher, präsentieren ihre Argumente umfangreich und einleuchtend – und sind dennoch fast reine Propagandafilme, weil sie die Gegenseite in der Regel nicht zu Wort kommen lassen. Michael Moore ist ein Meister dieses politischen Propaganda-Dokfilms – und wurde unlängst von zwei ihn eigentlich bewundernden Filmemachern entlarvt, wie er die Wahrheit zurechtbiegt, damit sie zur Aussage seiner Filme passt. Wie sehr andere dies auch tun, ist für den Kinozuschauer unmöglich nachzuvollziehen.
Aktuell bei uns im Kino läuft „The Oil Crash“, in dem Wissenschaftler und amtierende oder ehemalige Fachleute der Ölindustrie eindringlich davor warnen, dass es von nun an wohl nur noch abwärts geht mit der Ölförderung, dass aber gleichzeitig die Nachfrage nach dem scheinbar so billigen, aber eben nicht erneuerbaren Rohstoff ungebremst ansteigen wird. Quintessenz: Wenn die Menschheit sich nicht schleunigst von der Öl-Abhängigkeit befreit und nach Alternativen forscht, sieht die Zukunft finster aus: Es wird Kriege geben ums Öl, und die Zivilisation, wie wir sie kennen, wird zusammenbrechen. Und zwar eher in 20 als in 50 Jahren.

Auf der einen Seite würde man sich wünschen, alle Menschen würden gezwungen, sich diesen Film anzusehen, am besten im Doppelpack mit Al Gores „An Inconvenient Truth“. Damit sie aufwachen und einsehen, es muss etwas geschehen – und entsprechend zu handeln beginnen. Auf der anderen Seite nagt der Zweifel: Ist es wirklich sooo dramatisch? Ist das Untergangs-Raunen wirklich angemessen? Ist da nicht vielleicht auch einiges einfach so zurechtgebogen, dass die Filmemacher ihre Aussagen ohne Einschränkungen rüberbringen können? Warum kommt nicht ein einziger Vertreter der anderen Seite zu Wort?
Wie auch immer, im Kern liegt „The Oil Crash“ sicher richtig: Die Öl-Reserven der Welt sind nicht unendlich, und der Bedarf wird immer nur noch steigen. Zeit, den Kopf aus dem Sand zu nehmen und jene Politiker und Parteien zu unterstützen, die bereit sind, derartige Probleme anzugehen und die entsprechenden Mittel zu investieren, eine Lösung zu finden. Was aber, wenn es keine gibt? Wenn sich dereinst nur noch die ganz Reichen (Paris Hilton & Co.) das leisten können, an was sich auch der Mittelstand längst gewöhnt hat?
Ein schönes Beispiel, wie unsere Welt bald aussehen könnte, wenns zivilisatorisch von nun an nur noch abwärts geht, bietet übrigens der rein fiktionale Scifi-Thriller „Children of Men“ mit Clive Owen und Julianne Moore. Gerade auf DVD rausgekommen. Schwer zu empfehlen.
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