Gepflegte Langeweile und eine gute Tat
| Von Ralf Kaminski um 22:07 | [ Kino ] |
Brad Pitt, George Clooney, Matt Damon, Al Pacino, Andy Garcia, Ellen Barkin und dann noch Steven Soderbergh als Regisseur – was kann da schief gehen? Eine Menge, wie sich jeder überzeugen kann, der sich “Oceans 13” ansieht, ein weiterer dritter Teil, der in diesem Jahr der dritten Teile von Hollywood aufs Publikum losgelassen wird. Schon “Oceans 11” war ja nur soso-lala, lockte aber dank den grossen Stars derart viel Publikum ins Kino, dass auf ein Sequel natürlich nicht verzichtet werden konnte. Und obwohl “Oceans 12” weit herum als nicht besonders gelungen eingestuft wurde, musste nun also noch einer folgen. Diese Filme sind eben, wie die Casinos, um die es jeweils geht, einfach zu effektive und verführerische Geldmaschinen (und wie bei den Casinos hält sich der Profit bzw. das Vergnügen der Gäste in engen Grenzen).
“Oceans 13” setzt voraus, dass wir Zuschauer die Hauptfiguren schon bzw. noch kennen und anstatt sie uns nochmals kurz vorzustellen, wirft er uns gleich unvermittelt in einen Plot rein, bei dem es irgendwie darum geht, einen ebenso erfolgreichen wie moralisch skrupellosen Casino-Mogul mit einiger krimineller Energie auszutricksen. Das plätschert dann soweit auch schön belanglos und milde unterhaltsam dahin, und während man noch darauf wartet, dass etwas passiert, passiert in der zweiten Hälfte nur das, was in der ersten Hälfte ausführlich und nicht immer vollkommen nachvollziehbar vorbereitet wurde. Das nicht immer vollkommen Nachvollziehbare, das unter normalen Umständen ärgerliche Fragezeichen produzieren würde, stört hier aber nicht wirklich, denn man weiss ja grob, um was es geht und zweifelt nie eine Sekunde daran, dass es gelingen wird.

Klar gibts auch zwei, drei Highlights: Der Running Gag mit dem geplagten Hotel-Tester sorgt durchaus für ein gelegentliches amüsiertes Mundwinkel-Zucken, ebenso wie Matt Damons Nase. Aber alles in allem ist das einer der überflüssigsten Filme, der seit langem das Licht des Filmprojektors erblickt hat. Dennoch ist es voraussichtlich kein schlecht investiertes Geld. Denn Clooney, Pitt & Co. können auch anders, wie sie mit “Babel” oder “Syriana” oder “Good Night and Good Luck” bewiesen haben. Alles Filme, die sperriger und schwieriger sind und nicht das grosse Publikum anlocken. Mit dem Eintrittsgeld für “Oceans 13” erkaufen wir uns somit das Recht, bald wieder mal etwas Substanzielleres von einem der beteiligten Herren zu sehen, die dann ihr grosses Salär entsprechend reinvestieren können. Besten Dank somit also ans Mainstreampublikum, das sich dieses Nichts von einem Film antut. Es ist letztlich eine gute Tat zur Förderung des engagierten Arthouse-Kinos.
Konsequenterweise bitte ich Sie hiermit, vorangehende Zeilen umgehend zu vergessen und sich unbedingt diesen neuen Film von George Clooney, Brad Pitt und Matt Damon anzusehen, “Oceans 13”. Echt cool.
“Oceans 13” setzt voraus, dass wir Zuschauer die Hauptfiguren schon bzw. noch kennen und anstatt sie uns nochmals kurz vorzustellen, wirft er uns gleich unvermittelt in einen Plot rein, bei dem es irgendwie darum geht, einen ebenso erfolgreichen wie moralisch skrupellosen Casino-Mogul mit einiger krimineller Energie auszutricksen. Das plätschert dann soweit auch schön belanglos und milde unterhaltsam dahin, und während man noch darauf wartet, dass etwas passiert, passiert in der zweiten Hälfte nur das, was in der ersten Hälfte ausführlich und nicht immer vollkommen nachvollziehbar vorbereitet wurde. Das nicht immer vollkommen Nachvollziehbare, das unter normalen Umständen ärgerliche Fragezeichen produzieren würde, stört hier aber nicht wirklich, denn man weiss ja grob, um was es geht und zweifelt nie eine Sekunde daran, dass es gelingen wird.

Klar gibts auch zwei, drei Highlights: Der Running Gag mit dem geplagten Hotel-Tester sorgt durchaus für ein gelegentliches amüsiertes Mundwinkel-Zucken, ebenso wie Matt Damons Nase. Aber alles in allem ist das einer der überflüssigsten Filme, der seit langem das Licht des Filmprojektors erblickt hat. Dennoch ist es voraussichtlich kein schlecht investiertes Geld. Denn Clooney, Pitt & Co. können auch anders, wie sie mit “Babel” oder “Syriana” oder “Good Night and Good Luck” bewiesen haben. Alles Filme, die sperriger und schwieriger sind und nicht das grosse Publikum anlocken. Mit dem Eintrittsgeld für “Oceans 13” erkaufen wir uns somit das Recht, bald wieder mal etwas Substanzielleres von einem der beteiligten Herren zu sehen, die dann ihr grosses Salär entsprechend reinvestieren können. Besten Dank somit also ans Mainstreampublikum, das sich dieses Nichts von einem Film antut. Es ist letztlich eine gute Tat zur Förderung des engagierten Arthouse-Kinos.
Konsequenterweise bitte ich Sie hiermit, vorangehende Zeilen umgehend zu vergessen und sich unbedingt diesen neuen Film von George Clooney, Brad Pitt und Matt Damon anzusehen, “Oceans 13”. Echt cool.
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