The Simpsons in gross
| Von Ralf Kaminski um 13:26 | [ Kino ] |
Wenn eine TV-Serie schon siebzehneinhalb Jahre läuft (17,5 Jahre!!) und noch immer kein Ende in Sicht ist, dann kratzt man sich schon ein bisschen am Kopf und fragt sich, was eigentlich all die anderen TV-Serien falsch machen, die nach zwei, drei oder sieben Jahren mehr oder weniger freiwillig das Zeitliche segnen. Wenn dann auf der Basis eines solchen megalomanischen TV-Erfolgs erstmals ein Kinofilm gedreht wird (knapp 90 statt knapp 25 Minuten), kann man sich dennoch eigentlich nicht recht vorstellen, dass da was Gutes bei rauskommen kann. Irgendwie.
Doch sitzt man dann im Kino, ertappt man sich bei einem konstanten Dauergrinsen, gelegentlich unterbrochen durch lautes Auflachen. Die Simpsons schaffens auch mühelos, auf der Grossleinwand zu bestehen. Und ich sage das als Gelegenheitsgucker. Sprich, ich habe „The Simpsons“ nie systematisch geschaut, bin aber prinzipiell beim Zappen immer hängen geblieben, wenn ich auf sie stiess. Ein bisschen wie bei „South Park“ (diese Serie gibts übrigens auch schon seit zehn Jahren…).
Besonders phänomenal finde ich ausserdem, dass sich die Simpsons trotz ihrer subversiven Bösartigkeiten ihren Weg in die Herzen des Mainstream-Zuschauers gebahnt haben, der ja sonst mehr so auf Romantic Comedies, Action und Thriller steht. Möglichst nichts Politisches oder Gesellschaftskritisches. Aber die kleine gelbe fünfköpfige US-Kleinstadtfamilie mit ihren seit 17,5 Jahren gleich alten Kindern hat diese Regel mit Charme, Humor und Hartnäckigkeit unterlaufen. Mal ehrlich: Gibts hier irgendjemanden, der nicht weiss wer die Simpsons sind? (Ja? Schämen Sie sich!) So ist die Serie mit den Jahren zu einer verlässlichen Säule der TV-Unterhaltung geworden, die auch immer wieder mit prominenten Gaststars besetzt ist. Im Film ist das Tom Hanks as himself, der im realen Leben offensichtlich mit einer sympathischen Menge Selbstironie ausgestattet ist. President Schwarzenegger hingegen wird von jemand anderem gesprochen…

Wollen Sie noch was über die Story wissen? Kurz gesagt geht es darum, dass Homer Simpson trotz der umweltaktivistischen Grosseinsätze seiner Tochter Lisa im lokalen See eine grössere Menge Müll entsorgt (an der offiziellen Entsorgungsstelle war die Schlange zu lang, um noch rechtzeitig zu den nur für kurze Zeit verteilten Gratis-Donuts zu kommen…). Diese Tat lässt den See kippen und ruft die US-Umweltbehörde auf den Plan, die mit dem Segen von President Schwarzenegger ganz Springfield unter eine gewaltige, unzerstörbare Glasglocke setzt. Und als die schockierten Bewohner der Stadt rausfinden, wer ihnen das eingebrockt hat, gehts der Familie Simpson ans Lebendige. Das – und wie die Simpsons am Ende dann doch noch alles irgendwie zum Guten wenden können – ist der rote Faden der Geschichte, der sorgsam mit weiteren Pointen und Anspielungen garniert ist, dass es ein wahres Vergnügen ist. Man könnte glatt vom Gelegenheitsgucker zum Fan werden.
Doch sitzt man dann im Kino, ertappt man sich bei einem konstanten Dauergrinsen, gelegentlich unterbrochen durch lautes Auflachen. Die Simpsons schaffens auch mühelos, auf der Grossleinwand zu bestehen. Und ich sage das als Gelegenheitsgucker. Sprich, ich habe „The Simpsons“ nie systematisch geschaut, bin aber prinzipiell beim Zappen immer hängen geblieben, wenn ich auf sie stiess. Ein bisschen wie bei „South Park“ (diese Serie gibts übrigens auch schon seit zehn Jahren…).
Besonders phänomenal finde ich ausserdem, dass sich die Simpsons trotz ihrer subversiven Bösartigkeiten ihren Weg in die Herzen des Mainstream-Zuschauers gebahnt haben, der ja sonst mehr so auf Romantic Comedies, Action und Thriller steht. Möglichst nichts Politisches oder Gesellschaftskritisches. Aber die kleine gelbe fünfköpfige US-Kleinstadtfamilie mit ihren seit 17,5 Jahren gleich alten Kindern hat diese Regel mit Charme, Humor und Hartnäckigkeit unterlaufen. Mal ehrlich: Gibts hier irgendjemanden, der nicht weiss wer die Simpsons sind? (Ja? Schämen Sie sich!) So ist die Serie mit den Jahren zu einer verlässlichen Säule der TV-Unterhaltung geworden, die auch immer wieder mit prominenten Gaststars besetzt ist. Im Film ist das Tom Hanks as himself, der im realen Leben offensichtlich mit einer sympathischen Menge Selbstironie ausgestattet ist. President Schwarzenegger hingegen wird von jemand anderem gesprochen…

Wollen Sie noch was über die Story wissen? Kurz gesagt geht es darum, dass Homer Simpson trotz der umweltaktivistischen Grosseinsätze seiner Tochter Lisa im lokalen See eine grössere Menge Müll entsorgt (an der offiziellen Entsorgungsstelle war die Schlange zu lang, um noch rechtzeitig zu den nur für kurze Zeit verteilten Gratis-Donuts zu kommen…). Diese Tat lässt den See kippen und ruft die US-Umweltbehörde auf den Plan, die mit dem Segen von President Schwarzenegger ganz Springfield unter eine gewaltige, unzerstörbare Glasglocke setzt. Und als die schockierten Bewohner der Stadt rausfinden, wer ihnen das eingebrockt hat, gehts der Familie Simpson ans Lebendige. Das – und wie die Simpsons am Ende dann doch noch alles irgendwie zum Guten wenden können – ist der rote Faden der Geschichte, der sorgsam mit weiteren Pointen und Anspielungen garniert ist, dass es ein wahres Vergnügen ist. Man könnte glatt vom Gelegenheitsgucker zum Fan werden.
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