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Und auf der Ebene M&#xE4;rchenparodie hat &#x201E;Enchanted&#x201C; einige Highlights zu bieten: Wenn etwa die k&#xFC;nftige Braut des edlen Prinzen &#x2013; daran gew&#xF6;hnt in ihrer eigentlichen Zeichentrickwelt f&#xFC;r die kleinen l&#xE4;stigen Arbeiten des Lebens (putzen, kochen, Kleider n&#xE4;hen) mittels Gesang die Hilfe von V&#xF6;geln, Nagetieren und anderen Kreaturen des Waldes zu erhalten &#x2013; mitten in einem realen New Yorker Apartment zu singen beginnt, und allerlei Getier prompt herbei kreucht und fleucht, um ihr zu helfen, dann ist das schon sehr komisch. Insbesondere auch das Kakerlaken-Ballett. Die Pr&#xE4;misse des Films, f&#xFC;r all jene, die ihn nicht kennen: Die b&#xF6;se K&#xF6;nigin eines Zeichentrick-Reichs schickt die Angebetete ihres Sohnes durch eine Art Dimensionskanal in die reale Welt, wo sie sich unversehens mit den &#xE4;usserst unm&#xE4;rchenhaften Realit&#xE4;ten des modernen New Yorks konfrontiert sieht. Davon l&#xE4;sst sie (grossartig: Amy Adams) sich allerdings nicht ernstlich beirren, was zu einer ganzen Reihe sehr komischer Szenen f&#xFC;hrt. Kurz nach ihr tauchen dann noch der Prinz selbst (James Marsden) und ein Helfer (Timothy Spall) der b&#xF6;sen K&#xF6;nigin (Susan Sarandon) auf, die sich ebenfalls nicht die geringste M&#xFC;he geben nicht aufzufallen. Die Braut stolpert kurz nach ihrem Eintreten in die reale Welt &#xFC;ber einen geschiedenen Scheidungsanwalt (Patrick Dempsey), der zun&#xE4;chst irritiert, dann aber immer mehr angetan ist von der seltsamen jungen Frau. Derweil der Prinz die halbe Stadt abklappert, um seine Angebetete wieder zu finden, begleitet vom Helfer der K&#xF6;nigin, der genau das zu verhindern trachtet. Schliesslich aber findet der Prinz seine Braut. Nur die ist nicht mehr ganz so wild auf ihn, wie er das erwartet h&#xE4;tte&#x2026;<br xmlns=""/>
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Der Prinz findet seine Braut. Doch nicht alle sind so gl&#xFC;cklich dar&#xFC;ber.<br xmlns=""/>
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Bemerkenswert ist vielleicht auch noch, dass Disney sich mit diesem Film selbst parodiert, zeichnet das Produktionshaus doch auch verantwortlich f&#xFC;r jene M&#xE4;rchen-Animationsfilme aus den 50ern und 60ern, deren simple Naivit&#xE4;t in &#x201E;Enchanted&#x201C; nun karikiert wird. So &#xE4;ndern sich die Zeiten. Nun, wie gesagt, ein vergn&#xFC;glicher Kinoabend ist damit zu haben, und das ist ja schon was, insbesondere f&#xFC;r eine Romantic Comedy. In diesem Sinne w&#xFC;nsche ich Ihnen viele weitere vergn&#xFC;gliche Kinoabende. Danke f&#xFC;rs Lesen. Danke f&#xFC;rs Kommentieren. Machen Sies gut.<br xmlns=""/>]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/kino/zum-abschied-teil-1.html"><title>Zum Abschied (Teil 1)</title><link>http://kino.kaywa.ch/kino/zum-abschied-teil-1.html</link><description>Es macht ja weniges soviel Spass, wie &#xFC;ber etwas oder jemanden so richtig herzuziehen. Ist Ihnen sicher vertraut, denn...</description><dc:date>2007-12-17T16:00:09Z</dc:date><dc:creator>Ralf Kaminski</dc:creator><dc:subject>Kino</dc:subject><content:encoded><![CDATA[Es macht ja weniges soviel Spass, wie &#xFC;ber etwas oder jemanden so richtig herzuziehen. Ist Ihnen sicher vertraut, denn der Mechanismus spielt bei Blog-Kommentaren genauso wie bei Filmkritiken. Ich werde mir deshalb zum Abschied meiner Film-Blog-T&#xE4;tigkeit hier noch etwas g&#xF6;nnen und mir das Romantic-Comedy-M&#xE4;rchen &#x201E;Enchanted&#x201C; zu Gem&#xFC;te f&#xFC;hren. Denn weniges halte ich f&#xFC;r so &#xFC;berfl&#xFC;ssig wie Romantic Comedys. Immerhin, diese ist mit einem Schuss Fantasy ausgestattet, vielleicht also nicht ganz so Schema F wie &#xFC;blich. Ich bin gespannt.<br xmlns=""/>
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Sicher ist Ihnen der Titel dieses Beitrags nicht entgangen&#x2026; und sollten Sie ein regelm&#xE4;ssiger Besucher unseren kleinen Blogs sein (keine Ahnung, ob es so was wirklich gibt), dann ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass wir Schreiber immer weniger geworden sind. Als am 9. Juli 2004 der erste Beitrag erschien, waren wir zu f&#xFC;nft &#x2013; ich bin der letzte Mohikaner dieses urspr&#xFC;nglichen Teams. In den letzten Monaten wurde ich gelegentlich noch von zwei Kollegen unterst&#xFC;tzt, aber unregelm&#xE4;ssig &#x2013; nicht zuletzt, weil wir alle auf der TA-Redaktion hauptberuflich eigentlich was anderes tun. Deshalb auch die immer weniger werdenden Beitr&#xE4;ge hier&#x2026; Und da nun auch ich mich ab kommenden Jahr beruflich neuen Herausforderungen stelle, wie man so sch&#xF6;n sagt, tja, mal sehen, wies hier weiter geht und ob &#xFC;berhaupt.<br xmlns=""/>
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Aber, klicken Sie mal zur&#xFC;ck: Was zu Anfang unserer Film-Blog-T&#xE4;tigkeit in erster Linie kommentiert wurde, waren eh vor allem Geisselungen, weil wir den &#x2013; freiwillig pausierenden &#x2013; US-Korrespondenten Martin Kilian quasi abgel&#xF6;st hatten. Der allererste Kommentar zu meinem allerersten Beitrag (&#x201E;Sequel-mania&#x201C;) war wirklich enorm motivierend: &#x201E;Einmal ein guter Blog von Kilian und danach folgt nur noch Scheisse&#x201C;, schrieb da ein gewisser Custer am 12. Juli 2004. Naja, nach ein paar Wochen hat sich das dann entspannt&#x2026; und mittlerweile sind die kritischen Voten differenzierter und eher auf den Beitrag bezogen. Und sogar Kilian ist wieder zur&#xFC;ck in der Tagi-Blogger-Welt&#x2026;<br xmlns=""/>
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Wie auch immer, mit &#x201E;Sequel-mania&#x201C; habe ich angefangen, mit einem Zwei-Teiler verabschiede ich mich. &#x201E;Enchanted&#x201C; l&#xE4;uft am Donnerstag an, noch vor Ende dieses Jahres lesen Sie hier meinen letzten Beitrag dazu.<br xmlns=""/>
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PS: Fanden Sie &#x201E;Bee-Movie&#x201C; auch eher m&#xE4;ssig toll, speziell nach all den Vorschuss-Lorbeeren? &#x201E;Ratatouille&#x201C; ist der Zeichentrickfilm des Jahres (wenn nicht des bisherigen Jahrzehnts), da kommt so schnell nichts ran.<br xmlns=""/>
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PPS: &#x201E;The Sopranos&#x201C; (Sie erinnern sich vielleicht, ich hatte mal angek&#xFC;ndigt, Sie auf dem Laufenden zu halten, wies mir mit der Serie ergeht): Ich h&#xE4;nge noch immer bei Season 1, Episode 4. Habe schon zwei Anl&#xE4;ufe mit Episode 5 unternommen und bin beide Male dabei eingeschlafen. Der Fall scheint mir klar: Diese Serie ist irgendwie nichts f&#xFC;r mich. Geradezu verschlungen hingegen habe ich die beiden Seasons von &#x201E;Rome&#x201C; &#x2013; ein Historienspektakel voller politischer Intrigen und zum Untergang verurteilter Romanzen, aufw&#xE4;ndig produziert von HBO und angeblich historisch einigermassen akkurat ausgestattet. Falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk suchen: Die DVD-Box der ersten Staffel gibts hier zu kaufen, die zweite Staffel in den USA oder England.<br xmlns=""/>
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<img xmlns="" src="http://kino.kaywa.ch/files/images/2007/12/466/mob327_1197907261.jpg" alt="" title=""/><br xmlns=""/>
Gaius Julius C&#xE4;sar und seine Gefolgsleute.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/kino/schlaftabletten-auf-der-leinwand.html"><title>Schlaftabletten auf der Leinwand</title><link>http://kino.kaywa.ch/kino/schlaftabletten-auf-der-leinwand.html</link><description>Schlafen Sie oft im Kino? Es soll ja Leute geben, denen passiert das regelm&#xE4;ssig. Wohl nicht so h&#xE4;ufig wie vor dem...</description><dc:date>2007-11-28T16:36:51Z</dc:date><dc:creator>Ralf Kaminski</dc:creator><dc:subject>Kino</dc:subject><content:encoded><![CDATA[Schlafen Sie oft im Kino? Es soll ja Leute geben, denen passiert das regelm&#xE4;ssig. Wohl nicht so h&#xE4;ufig wie vor dem Fernseher zu Hause, aber dennoch: regelm&#xE4;ssig. Mir passiert es eher selten &#x2013; und es ist kein gutes Zeichen f&#xFC;r den Film, der gerade auf der Leinwand l&#xE4;uft. J&#xFC;ngstes Beispiel: &#x201E;Lust, Caution&#x201C; von Ang Lee, einen Regisseur, den ich sonst sehr sch&#xE4;tze und der einige Filme gemacht hat, die ich wirklich mag (The Ice Storm, The Wedding Banquet, Brokeback Mountain). Aber sein neustes Werk pl&#xE4;tschert wirklich endlos dahin und ist im Mittelteil einfach nur langweilig. Es geht um China w&#xE4;hrend der japanischen Okkupation (vor und w&#xE4;hrend des Zweiten Weltkriegs), und eine junge Widerstandsk&#xE4;mpferin schleicht sich nach und nach in das Haus und in das Herz eines m&#xE4;chtigen Mannes, der mit den Japanern gemeinsame Sache macht. Ziel: Er soll umgebracht werden. Stattdessen verlieben sie sich irgendwie ineinander. Und das in zweieinhalb Stunden mit vielen sch&#xF6;nen Bildern und schmachtenden Blicken und &#xFC;berraschend explizitem Sex. Aber auch das hilft nicht. Dieser Film ist 60 Minuten zu lang f&#xFC;r die Geschichte, die er erz&#xE4;hlt. Starker Schluss allerdings.<br xmlns=""/>
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&#xD6;de: Ang Lees Liebesdrama in Shanghai.<br xmlns=""/>
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Der erste Kinofilm, in dem ich je eingeschlafen bin, hiess &#x201E;Warum Bodhidharma in den Orient aufbrach&#x201C;, und es ging um Buddhismus, Entsagung und das Nichts. M&#xF6;glicherweise war ich (sp&#xE4;te Teenager-Jahre) damals auch zu jung f&#xFC;r das Thema, aber ich war unendlich gelangweilt. Ich bin auch nur gegangen, weil der Film schon wochenlang lief und alle so begeistert waren davon. Also dachte ich: Da muss was dran sein. Nun ja. Ebenfalls gut geschlafen habe ich w&#xE4;hrend weiter Strecken von &#x201E;Matrix Reloaded&#x201C;, dem zweiten Teil des Hit-Films der Wachowski-Br&#xFC;der. Gut, das war unter erschwerten Bedingungen, ich war jet-lagged, und es war eine Mitternachtsvorstellung. Aber das zeigt, dass auch Action-Filme sich als Schlaftablette eignen. Gerade Action-Filme, muss man sogar sagen. Denn in ihrer aufgeregten Knallerei und Zerst&#xF6;rwut k&#xF6;nnen sie schon enorm &#xF6;de und eint&#xF6;nig sein, wenn sie nicht von ein bisschen interessanter Story begleitet werden. Dunkel erinnere ich mich, auch w&#xE4;hrend &#x201E;The Chronicles of Riddick&#x201C; recht gut ged&#xF6;st zu haben (der zweite Teil des exzellenten SciFi-Horrors &#x201E;Pitch Black&#x201C;).<br xmlns=""/>
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Dass auch langsame und lange Filme nicht langweilig und einschl&#xE4;fernd sein m&#xFC;ssen, zeigt derzeit &#x201E;The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford&#x201C; &#x2013; eigentlich mehr ein Beziehungsfilm als ein Western. Der Streifen ist so lang wie sein Titel, und er hat ein enorm langsames Tempo. Aber was da passiert zwischen den Figuren, insbesondere auch zwischen den beiden Titelhelden, das ist ganz grosses Kino, hochspannend, dramatisch, tragisch, exzellent gespielt (von Brad Pitt und Casey Affleck). Dazu bet&#xF6;rend sch&#xF6;ne Bilder und Kameraeinstellungen. Und das von einem gewissen Andrew Dominik inszeniert, der bisher noch nichts weiter von Belang gemacht hat.<br xmlns=""/>
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Spannend: Andrew Dominiks wilder Westen.<br xmlns=""/>
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Na, jedenfalls, falls Sie Lust haben uns mitzuteilen, welches die Filme waren, bei denen Sie am besten geschlafen haben, nur zu. Keine M&#xFC;digkeit vorsch&#xFC;tzen.<br xmlns=""/>
<br xmlns=""/>]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/kino/der-terror-hat-das-kino-erreicht.html"><title>Der Terror hat das Kino erreicht</title><link>http://kino.kaywa.ch/kino/der-terror-hat-das-kino-erreicht.html</link><description>Eine der wichtigsten Funktionen des Kinos ist die Alltagsflucht, weg aus dem grauen Hier und Jetzt der eigenen Existenz,...</description><dc:date>2007-11-08T14:52:42Z</dc:date><dc:creator>Ralf Kaminski</dc:creator><dc:subject>Kino</dc:subject><content:encoded><![CDATA[Eine der wichtigsten Funktionen des Kinos ist die Alltagsflucht, weg aus dem grauen Hier und Jetzt der eigenen Existenz, hinein in eine farbige Welt voller Abenteuer, Action und Humor. Hollywood bietet in der Hinsicht f&#xFC;r alle Bed&#xFC;rfnisse etwas, aber gelegentlich f&#xFC;hlt es sich auch dazu berufen, die Fantasien beiseite zu schieben und sich mit der Realit&#xE4;t auseinanderzusetzen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch George W. Bushs &#x201E;Krieg gegen den Terror&#x201C; im Kino ankommen w&#xFC;rde. Das tut er nun gleich dreifach mit &#x201E;The Kingdom&#x201C; (l&#xE4;uft schon), &#x201E;Lions for Lambs&#x201C; (ab heute) und &#x201E;Rendition&#x201C; (ab 22. November). F&#xFC;r Freunde des politischen Kinos also erfreuliche Zeiten.<br xmlns=""/>
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Kommt hinzu, dass mindestens &#x201E;The Kingdom&#x201C; und &#x201E;Rendition&#x201C; (den dritten habe ich noch nicht gesehen&#x2026;) eine gelungene Mischung aus spannender Unterhaltung und durchaus differenzierter Reflektion bieten. Allerdings auch &#x2013; im Lichte der aktuellen Lage wohl angemessen &#x2013; wenig Hoffnung auf eine Besserung offerieren.<br xmlns=""/>
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&#x201E;We&#x2019;re gonna kill them all!&#x201C; lautet etwa der letzte Satz von &#x201E;The Kingdom&#x201C;, und er wird gleich zweimal gesprochen, einmal auf amerikanischer Seite, einmal auf arabischer &#x2013; gem&#xFC;nzt ist er auf die jeweils andere. Dies nachdem es einem gemeinsamen Team von US- und arabischen Ermittlern in Saudi Arabien gelungen ist, die Urheber eines Attentats auf eine US-Wohnsiedlung in Riad zu finden und auszuschalten. Solche kleinen Erfolge mag es geben, ist die Botschaft des Films, aber der gegenseitige Hass, das gegenseitige Unverst&#xE4;ndnis sitzt inzwischen zu tief, ist zu weit verbreitet, als dass dies Anlass dazu w&#xE4;re, auf eine grunds&#xE4;tzliche Verbesserung oder Entspannung der Situation zu hoffen.<br xmlns=""/>
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In &#x201E;The Kingdom&#x201C; sitzt das B&#xF6;se in erster Linie in Saudi-Arabien, w&#xE4;hrend &#x201E;Rendition&#x201C; auch die USA nicht verschont. Dort geht es um die staatlich sanktionierte Entf&#xFC;hrung eines terrorverd&#xE4;chtigen US-B&#xFC;rgers mit &#xE4;gyptischen Wurzeln nach Nordafrika. Damit dort das getan wird, was in den USA selbst nicht m&#xF6;glich ist: Das Herauspressen eines Gest&#xE4;ndnisses mittels Folter. Meryl Streep als harte CIA-Direktorin, die der Ansicht ist, nur ihre Pflicht zu tun, steht Jake Gyllenhaal gegen&#xFC;ber, einem jungen Mitarbeiter, der als Beobachter vor Ort der Folterung beiwohnt und zwischen Vaterlandspflicht und Entsetzen schwankt. Bemerkenswert auch die Figur des lokalen Geheimdienstchefs (Yigal Naor), der pragmatisch und k&#xFC;hl das f&#xFC;r die Amerikaner tut, was sie selbst nicht tun wollen &#x2013; im Glauben, damit doch trotz allem Menschenleben retten zu k&#xF6;nnen. Und der schliesslich einen hohen Preis daf&#xFC;r bezahlt. Ebenso &#xFC;brigens wie der Leiter der arabischen Ermittler in &#x201E;The Kingdom&#x201C;, der die Amerikaner unterst&#xFC;tzt.<br xmlns=""/>
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Eine Botschaft, die in dieser Verdoppelung besonders schwerwiegend wirkt: Die lokalen Helfer der Amerikaner werden bestraft, die Amerikaner selbst kommen davon, und ein Ende des Terrors und der ethischen Zweideutigkeiten ist ohnehin nicht in Sicht. Allerdings ist die Helfer-Figur in &#x201E;The Kingdom&#x201C; vorbehaltlos gut, w&#xE4;hrend jene in &#x201E;Rendition&#x201C; deutlich schillernder ist. &#x201E;Rendition&#x201C; ist auch eine Anklage an das politische System, das Folter inoffiziell sanktioniert &#x2013; auch wenn der unschuldig Gefolterte am Ende dank des Gewissens des jungen CIA-Mitarbeiters in Nordafrika frei kommt. Hier wird suggeriert: Im System ist etwas faul, aber der einzelne B&#xFC;rger hat das Sensorium f&#xFC;r Gerechtigkeit noch nicht verloren. Also doch ein Hoffnungsschimmer, wenigstens hier. Wenns denn so ist.<br xmlns=""/>
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Meryl Streep als eiskalte CIA-Direktorin mit einem zaudernden Senator (Alan Arkin).]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/kino/wohliges-gruseln-vs-blutspritzereien.html"><title>Wohliges Gruseln vs. Blutspritzereien</title><link>http://kino.kaywa.ch/kino/wohliges-gruseln-vs-blutspritzereien.html</link><description>Irgendwann entw&#xE4;chst man ja dem Stephen-King-Alter. Als Teen habe ich ihn verschlungen, den Horrormeister aus dem...</description><dc:date>2007-10-23T14:57:10Z</dc:date><dc:creator>Ralf Kaminski</dc:creator><dc:subject>Kino</dc:subject><content:encoded><![CDATA[Irgendwann entw&#xE4;chst man ja dem Stephen-King-Alter. Als Teen habe ich ihn verschlungen, den Horrormeister aus dem Nordosten der USA: Friedhof der Kuscheltiere, Shining, Salem&#x2019;s Lot, Misery, ES etc. etc. Bin auch jedes Mal hoffnungsfroh ins Kino gegangen, wenn eine Verfilmung anstand &#x2013; und war jedes Mal entt&#xE4;uscht, fast jedes Mal. &#x201E;Shining&#x201C; war, naja, ganz okay, &#x201E;Misery&#x201C; (mit der grossartigen Kathy Bates) sogar richtig gut. Bis heute am besten gefallen hat mir &#x201E;Stand by Me&#x201C;, die Verfilmung einer Kurzgeschichte, die nichts mit Horror und viel mit Freundschaft und Nostalgie zu tun hat.<br xmlns=""/>
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Wie auch immer: Irgendwann habe ich aufgeh&#xF6;rt, Stephen King zu lesen. Ich weiss nicht mehr, welches das letzte Buch war, aber ich weiss noch, dass ichs als einzige Reiselekt&#xFC;re auf einem Langstreckenflug dabei hatte und mich gottserb&#xE4;rmlich gelangweilt habe (weniges ist so schlimm, wie auf einem Langstreckenflug nichts Interessantes zu lesen zu haben). Danach war Schluss mit mir und dem King.<br xmlns=""/>
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So war es also mit einem etwas nostalgischen Gef&#xFC;hl, dass ich mir k&#xFC;rzlich im Kino &#x201E;1408&#x201C; angesehen habe, basierend auf einer Kurzgeschichte von Stephen King, die ich nie gelesen habe. Aber siehe da, ich f&#xFC;hlte mich angenehm unterhalten &#x2013; was vielleicht auch ein bisschen daran liegt, dass man diese Art altmodische, gepflegte Gruselfilme heute kaum noch zu sehen bekommt vor lauter Teenie-Schlitzern, Serien-M&#xF6;rdern und mutierten Killer-Monstern. In &#x201E;1408&#x201C; gehts um einen Schriftsteller (John Cusack), der seine &#x2013; finanziell durchaus eintr&#xE4;gliche &#x2013; Karriere damit macht, angebliche Spuk-Hotels zu testen und dar&#xFC;ber zu schreiben. Nat&#xFC;rlich hat sich bisher noch jedes dieser H&#xE4;user als vollkommen harmlos erwiesen, und dasselbe nimmt er nun auch vom &#x201E;Dolphin&#x201C;-Hotel in New York City an, in dem es ein Zimmer gibt, das nicht vermietet wird, weil darin angeblich schon ziemlich viel Merkw&#xFC;rdiges passiert ist. Auch Tote solls gegeben haben. Doch die Warnungen des Hotel-Direktors (Samuel L. Jackson) spornen den skeptischen Autor erst recht an, und schliesslich erh&#xE4;lt er den Schl&#xFC;ssel f&#xFC;r das omin&#xF6;se Zimmer 1408, in dem es laut Direktor &#x201E;noch nie jemand l&#xE4;nger als eine Stunde ausgehalten hat&#x201C;. Nicht etwa weil es darin ein Gespenst hat oder so &#x2013; &#x201E;it&#x2019;s just a fucking mean room&#x201C;. Und es dauert denn auch nicht lange, bis der hochn&#xE4;sige, selbstsichere Schriftsteller nur noch eins will: Da wieder raus. Nur, der Raum l&#xE4;sst ihn nicht.<br xmlns=""/>
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Vielleicht doch eine L&#xF6;sung, dem Raum zu entkommen?<br xmlns=""/>
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&#x201E;1408&#x201C; ist beinahe ein Ein-Personen-St&#xFC;ck, er besch&#xE4;ftigt sich &#xFC;ber weite Strecken nur mit dem Duell zwischen dem Raum und dem Hotelgast, was dennoch erstaunlich effektiv und unterhaltsam ist. Der schwedische Regisseur Mikael Hafstr&#xF6;m zieht dabei die &#xFC;blichen Register des Spukfilms, weitet diese allerdings aus, indem er die Hauptfigur intensiv in die Tiefen ihrer schmerzhaften Vergangenheit abtauchen l&#xE4;sst, die pl&#xF6;tzlich wieder lebendig wird. Der Film bietet solides Gruseln und l&#xE4;sst am Ende Spielraum f&#xFC;r Interpretationen.<br xmlns=""/>
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Wem das alles zu metaphysisch und dezent ist, der freue sich auf &#x201E;Halloween&#x201C;, dem Remake des Horror-Klassikers von John Carpenter aus dem Jahr 1978. Beim mit ein paar B-Stars wie Malcolm McDowell, Brad Dourif und Udo Kier aufgemotzten Streifen d&#xFC;rften auch die Freunde expliziterer Gewaltt&#xE4;tigkeiten und Blutspritzereien auf ihre Kosten kommen. Sie erinnern sich vielleicht: Michael Myers, der als Kind wegen eines Mordes in eine Irrenanstalt eingewiesen worden ist, bricht dort aus und kehrt in seine Heimatstadt zur&#xFC;ck &#x2013; ausgerechnet zu Halloween, dem Fest der Monster und Geister, wo er schon damals zugeschlagen hat. Mit einer Maske und diversen Stich- und Hauinstrumenten bewaffnet zieht er durch die Stadt, auf der Suche nach seiner Schwester (die Rolle, mit der Jamie Lee Curtis damals ber&#xFC;hmt geworden ist).<br xmlns=""/>
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Die Frage ist allerdings, ob es &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich ist, &#x201E;Halloween&#x201C; besser zu machen als das Original &#x2013; bei &#x201E;The Omen&#x201C; letztes Jahr ist dies jedenfalls gr&#xFC;ndlich misslungen. Aber immerhin hat hier ein Regisseur die H&#xE4;nde im Spiel, dessen Name im Zusammenhang mit Horrorfilmen nat&#xFC;rlich Hoffnung macht: Rob Zombie. Der Film startet am Donnerstag, eine knappe Woche vor Halloween.<br xmlns=""/>
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<img xmlns="" src="http://kino.kaywa.ch/files/images/2007/10/460/mob323_1193155352.jpg" alt="" title=""/>]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/tv/superhelden-unter-uns.html"><title>Superhelden unter uns</title><link>http://kino.kaywa.ch/tv/superhelden-unter-uns.html</link><description>&#x201E;Heroes&#x201C;, das sind ganz gew&#xF6;hnliche Menschen, die pl&#xF6;tzlich entdecken, dass sie ausserordentliche...</description><dc:date>2007-10-11T08:00:46Z</dc:date><dc:creator>Ralf Kaminski</dc:creator><dc:subject>TV</dc:subject><content:encoded><![CDATA[&#x201E;Heroes&#x201C;, das sind ganz gew&#xF6;hnliche Menschen, die pl&#xF6;tzlich entdecken, dass sie ausserordentliche F&#xE4;higkeiten haben: Sie k&#xF6;nnen fliegen, die Zeit stoppen, Gedanken lesen, sind unverwundbar&#x2026; und sie sind darob verwirrt, erschreckt, konfus. Sie werden in Ereignisse verwickelt, die zun&#xE4;chst keinen Zusammenhang zu haben scheinen. Doch schon bald ist klar, wir befinden uns in einem komplexen Puzzle &#x2013; die &#x201E;Heroes&#x201C; sind irgendwie miteinander verbunden, und es h&#xE4;ngt an ihnen, die Welt zu retten, die in ernster Gefahr schwebt: &#x201E;Save the cheerleader, save the world!&#x201C;<br xmlns=""/>
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Am Montag ist auch im Schweizer Fernsehen die US-Erfolgsserie &#x201E;Heroes&#x201C; angelaufen, welche die USA letztes Jahr im Sturm erobert hat und dort gerade in die zweite Season gestartet ist. Die Serie verbindet Science Fiction und Fantasy mit Thriller, Drama sowie gelegentlichem Humor und reiht sich ein in eine mittlerweile recht stattliche Zahl von neueren US-TV-Serien, die den Zuschauer mit komplexen Geschichten und dreidimensionalen Charakteren in den Bann ziehen (&#x201E;Lost&#x201C;, &#x201E;Battlestar Galactica&#x201C;, &#x201E;Six Feet Under&#x201C;, &#x201E;The Sopranos&#x201C;). Die Wurzeln der TV-Serie mit den vielen Superhelden liegen offensichtlich bei den X-Men, jener Comicreihe um genver&#xE4;nderte Menschen (so genannte Mutanten), die in den 60er-Jahren gestartet wurde und noch immer l&#xE4;uft. Der Erfolg der X-Men-Filmtrilogie (mit Stars wie Ian McKellen, Patrick Stewart, Halle Berry, Famke Janssen und Hugh Jackman) d&#xFC;rfte das Seine beigetragen haben.<br xmlns=""/>
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&#x201E;Heroes&#x201C; braucht am Anfang ein wenig Geduld: Sehr viele Figuren mit sehr vielen Storylines machen die Serie zun&#xE4;chst etwas un&#xFC;bersichtlich. Da ist das US-Br&#xFC;derpaar Petrelli, der eine kandidiert f&#xFC;r den Senat, der andere ist Krankenpfleger, der eine kann fliegen, der andere&#x2026; aber das sollte man noch nicht verraten. Da ist der Japaner Hiro, der die Zeit stoppen kann, der Inder Suresh, dessen Vater jenen genver&#xE4;nderten Menschen auf der Spur ist, der Cheerleader Claire, die unverwundbar ist und deren Adoptiv-Vater f&#xFC;r eine geheimnisvolle Organisation arbeitet, der Maler Isaac, der die Zukunft malen kann, der Cop Matt, der Gedankenlesen kann und einem f&#xFC;rchterlichen Verbrecher auf die Spur kommt &#x2013; Sylar, der sich einen &#x201E;Mutanten&#x201C; nach dem anderen vornimmt, ihn umbringt und seine F&#xE4;higkeit in sich aufnimmt. Na, haben Sie schon den &#xDC;berblick verloren? Keine Sorge, in der Serie kommt das alles durchaus verdaubar daher &#x2013; und sehr, sehr spannend.<br xmlns=""/>
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Unter den vielen Darstellern gibt es kaum bekannte Gesichter, zu erw&#xE4;hnen ist wohl Jack Coleman, der den Adoptiv-Vater des Cheerleaders spielt und dem TV-Publikum hier als bisexueller Steven Carrington aus dem &#x201E;Denver Clan&#x201C; noch in Erinnerung sein d&#xFC;rfte. F&#xFC;r alle Star-Trek-Fans bemerkenswert d&#xFC;rfte sein, dass Zachary Quinto, der den b&#xF6;sen Sylar spielt, vor kurzem als Darsteller von Spock in J.J.Abrams neuer Star-Trek-Verfilmung angek&#xFC;ndigt worden ist. Allerdings nur f&#xFC;r den jungen Spock. Denn auch Leonard Nimoy (76) wird in der elften Star-Trek-Verfilmung, die Weihnachten 2008 in die Kinos kommen soll, wieder als Spock zu sehen sein.<br xmlns=""/>
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Sylar - und Spock Junior.<br xmlns=""/>
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Wer im &#xFC;brigen keine Lust hat, sich nur mit einer Folge &#x201E;Heroes&#x201C; pro Woche abspeisen zu lassen: In den USA ist die DVD-Box der Season 1 schon raus.<br xmlns=""/>]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/kino/platzende-seifenblase.html"><title>Platzende Seifenblase</title><link>http://kino.kaywa.ch/kino/platzende-seifenblase.html</link><description>Verfolgen Sie die Nachrichten noch zum ewigen Konflikt Israel/Pal&#xE4;stina/Naher Osten? Oder bl&#xE4;ttern Sie in der...</description><dc:date>2007-09-25T09:38:12Z</dc:date><dc:creator>Ralf Kaminski</dc:creator><dc:subject>Kino</dc:subject><content:encoded><![CDATA[Verfolgen Sie die Nachrichten noch zum ewigen Konflikt Israel/Pal&#xE4;stina/Naher Osten? Oder bl&#xE4;ttern Sie in der Zeitung auch l&#xE4;ngst mit einem unterdr&#xFC;ckten G&#xE4;hnen weiter, wenn vom 276. Versuch einer Friedenbem&#xFC;hung, von &#x201E;neuer Hoffnung&#x201C; bzw. &#x201E;eskalierender Gewalt&#x201C; die Rede ist? Also ich tus, und erinnere mich dabei jeweils an die Worte des von Dennis Quaid dargestellten US-Pr&#xE4;sidenten in &#x201E;American Dreamz&#x201C; (2006), der vor der versammelten Fernsehnation sinngem&#xE4;ss sagte: &#x201E;Ich f&#xFC;rchte leider, es wird da keine L&#xF6;sung geben, never &#x2013; ever!&#x201C; Und wenn dann also ein Film daher kommt, der inmitten genau dieses Konflikts spielt, dann braucht es beinahe ein bisschen &#xDC;berwindung ins Kino zu gehen, denn eigentlich hat man das Thema ja gr&#xFC;ndlich satt.<br xmlns=""/>
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&#x201E;The Bubble&#x201C; des israelischen Regisseurs Eytan Fox aber w&#xE4;hlt einen derart unkonventionellen und sympathischen Ansatz, dass man dem Film zun&#xE4;chst kaum widerstehen kann. Es f&#xE4;ngt damit an, dass der junge schwule Soldat Noam beim Grenzdienst den jungen schwulen Pal&#xE4;stinenser Ashraf kennenlernt, der wenig sp&#xE4;ter bei Noams WG in Tel Aviv vor der T&#xFC;r steht, was zu einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte f&#xFC;hrt. Die wird misstrauisch be&#xE4;ugt von WG-Kollege Yelli, der selbst in Noam verliebt ist, und begeistert gefeiert von WG-Kollegin Lulu, die in der linken Friedensbewegung aktiv ist und die beiden &#xFC;ber die Grenzen hinweg Verliebten geradezu als Symbol f&#xFC;r eine bessere Zukunft sieht. Tats&#xE4;chlich geht eine Weile lang alles gut, und beinahe vergisst man, inmitten welcher Konfliktregion sich die ganze Geschichte abspielt. Tel Aviv und seine Bewohner geben dem Film den Titel &#x201E;The Bubble&#x201C;, die Blase &#x2013; eine kleine Welt f&#xFC;r sich, in der sich Terror und Tod offenbar zumindest f&#xFC;r eine Weile ausblenden lassen. Doch dann droht der illegal anwesende Ashraf aufzufliegen, kehrt schweren Herzens zur&#xFC;ck in seine Heimat, wo seine Schwester eben im Begriff ist zu heiraten &#x2013; und zwar den lokalen Terroristen-Chef mit dem sch&#xF6;nen Namen Jihad. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf, und es geht rapide abw&#xE4;rts mit dem Film. Das Verhalten der Figuren wird immer unwahrscheinlicher und gipfelt darin, dass Ashraf schliesslich als Selbstmordattent&#xE4;ter nach Tel Aviv zur&#xFC;ckkehrt.<br xmlns=""/>
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Und wie man dann aus dem Kino herausgeht und sich &#xFC;ber das merkw&#xFC;rdige Ende wundert, ertappt man sich bei der Frage, ob man sich &#xE4;rgert, weil die Geschichte nicht wirklich aufgeht, oder ob man halt einfach gerne jenes Happy End wenigstens im Kino gesehen h&#xE4;tte, mit dem im realen Leben nicht wirklich zu rechnen ist. Der Film kommt insgesamt jedenfalls reichlich unausgegoren daher, schwankt zwischen Kom&#xF6;die und Drama, will unterhalten aber auch politische Statements machen und krankt an einem heftigen Bruch nach etwa zwei Dritteln Laufzeit. Er wird aber unter Schwulen sicherlich sein Publikum finden, nicht zuletzt wegen der attraktiven Darsteller und den sehr sympathischen und witzigen ersten 90 Minuten.<br xmlns=""/>
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Und wenn wir gerade bei Seifenblasen und Schwulen sind: Am Donnerstag startet in unseren Kinos der Fantasyfilm &#x201E;Stardust&#x201C;, der mit einer f&#xFC;r dieses Genre geradezu ausserordentlichen Menge Humor ausgestattet und ein vorbehaltloses Vergn&#xFC;gen ist. Es gibt einen strahlenden jungen Helden (Charlie Cox aus &#x201E;Casanova&#x201C;), eine b&#xF6;se Zauberin (Michelle Pfeiffer), eine bezaubernde Sch&#xF6;nheit in Schwierigkeiten (Claire Danes), Thronfolge-Rivalit&#xE4;ten wegen eines sterbenden K&#xF6;nigs (Peter O&#x2019;Toole), einen magischen Erz&#xE4;hler (Ian McKellen) und &#xFC;berhaupt alles, was ein richtig sch&#xF6;nes M&#xE4;rchen ausmacht. Wohl die erstaunlichste Figur ist der Kapit&#xE4;n eines fliegenden Piratenschiffs, der etwas widerwillig den brutalen, harten Kerl mimt, in Wirklichkeit aber nicht nur eine &#xE4;usserst kultivierte Seele, sondern &#x2013; eben &#x2013; auch noch schwul ist, was aber niemand wissen darf. Schon gar nicht seine Mannschaft. Robert de Niro spielt den Captain mit sichtlichem Vergn&#xFC;gen, und gelegentlich f&#xFC;hlt man sich gar an einen anderen exaltierten Piratenkapit&#xE4;n erinnert, der in den letzten Jahren vor allem die Karibik unsicher gemacht hat.<br xmlns=""/>
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<img xmlns="" src="http://kino.kaywa.ch/files/images/2007/9/466/mob319_1190716966.jpg" alt="" title=""/>]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/popcorn/uebersetzungen-vergiss-es.html"><title>&#xDC;bersetzungen? Vergiss es!</title><link>http://kino.kaywa.ch/popcorn/uebersetzungen-vergiss-es.html</link><description>Mann, piss die Wand an, Alter. Heute &#xE4;rgern wir uns wieder mal &#xFC;ber schlechte &#xDC;bersetzungen.

Im sch&#xF6;nen...</description><dc:date>2007-09-09T12:00:57Z</dc:date><dc:creator>Peter  Aeschlimann</dc:creator><dc:subject>Popcorn</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<b xmlns="">Mann, piss die Wand an, Alter. Heute &#xE4;rgern wir uns wieder mal &#xFC;ber schlechte &#xDC;bersetzungen.</b><br xmlns=""/>
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Im sch&#xF6;nen Langenthal, wo ich aufwuchs, hatte es zwei Kinos. Das Scala und das Capitol. Tolle Namen f&#xFC;r Lichtspieltheater, finde ich, so klassisch. W&#xFC;rde ich in Hasle-R&#xFC;egsau oder Hintertupfigen ein Kino bauen, w&#xFC;rde ich es Capitol nennen, oder auch Rex. In Langenthal zeigten sie die Filme immer in synchronisierten Fassungen. Darum sah ich meinen letzten Film im Scala vor &#xFC;ber zehn Jahren: &#xAB;Stirb langsam &#x2013; Jetzt erst recht&#xBB;. In der Reihe hinter mir fragte einer seinen Kollegen: &#xAB;Was louft eigentlech h&#xFC;tt?&#xBB; Worauf der andere: &#xAB;Das isch Die (&#xAB;di&#xBB;) Hard, monn, mit Willis Bruce.&#xBB; Nach der Szene am Brunnen, wo Willis Bruce und Jackson Samuel L choslenderweise* ein Kinderr&#xE4;tsel l&#xF6;sen, damit irgendwo irgendwas nicht von Irons Jeremy in die Luft gejagt wird, fingen die Diskussionen aber erst an &#x2013; und bis zum Abspann konnten sich die beiden Schweinebacken hinter mir nicht auf eine L&#xF6;sung einigen, wie das mit dem Wasser denn nun zu bewerkstelligen sei. Ich wusste vor allem eines: Nie wieder Scala. Nie wieder Synchronfassungen.<br xmlns=""/>
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<img xmlns="" src="http://kino.kaywa.ch/files/images/2007/9/mob317_1189339836.jpg" alt="Willis" title="Willis"/><br xmlns=""/>
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&#xAB;Gib mir mal den 5-Liter-K&#xFC;bel Samuel.&#xBB;<br xmlns=""/>
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Inkonsequenterweise blieb ich k&#xFC;rzlich beim Zappen am TV bei Donnie Brasco h&#xE4;ngen. Mafiaboss Al Pacino sagt in dem (sehr guten) Streifen immer: &#xAB;Mann, piss die Wand an.&#xBB; Zu allem und jedem, mann, piss die Wand an. Neugierig, wie ich bin, wollte ich nat&#xFC;rlich wissen, wie das im Original heisst. Es heisst: &#xAB;Forget about it.&#xBB; Sp&#xFC;len bitte. Oder dann lief, auch am Fernsehen, &#xAB;Ey Mann &#x2013; wo is&#x2019; mein Auto?&#xBB;, den ich mir aber nicht angeschaut habe. Ich erinnerte mich aber, dass die Kom&#xF6;die im Original &#xAB;Dude, Where&#x2019;s My Car?&#xBB; heisst. Und dann schiere Panik. Die werden doch nicht, nein das k&#xF6;nnen die nicht, die werden doch den &#xAB;Dude&#xBB; in &#xAB;The Big Lebowski&#xBB; nicht mit &#xAB;Ey Mann&#xBB; oder noch schlimmer &#xAB;Alter&#xBB; &#xFC;bersetzt haben. DVD also rein, Sprache Deutsch, mich fr&#xF6;stelts, grandioser Einstieg, diese Musik, dann eine gewisse Erleichterung: Jeff heisst auch hier &#xAB;Dude&#xBB;. Doof ists trotzdem, wenn der Mann dann sagt: &#xAB;Ich bin der Dude, Mann.&#xBB;<br xmlns=""/>
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Die superben Nihilisten hab ich mir nicht angetan, obwohl mich eigentlich noch Wunder genommen h&#xE4;tte, wie die &#xDC;bersetzer das mit dem deutschen Akzent in &#xAB;We want se money, Lebowski&#xBB; verwurstelt h&#xE4;tten. Einfach bayrisch reden lassen, wie den kleinen Schweizer Buben in den deutschen Simpsons-Folgen?<br xmlns=""/>
Bei all diesen &#xDC;berlegungen fragte ich mich noch, ob wohl die TV-Serie &#xAB;Der Alte&#xBB; in Amerika ausgestrahlt wird. Und ob der Kommissar dort &#xAB;The Dude&#xBB; heisst. Dabei musste ich lachen und mein &#xC4;rger &#xFC;ber schlechte &#xDC;bersetzungen war fast fortgeblasen, genauso wie Donnys (nicht Brascos) Asche. Und in dieser bewegenden Schlussszene von &#xAB;The Big Lebowski&#xBB; war die &#xDC;bersetzung gar nicht mal so schlecht: &#xAB;Gute Nacht, s&#xFC;&#xDF;er Prinz.&#xBB;<br xmlns=""/>
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*Wer mir das als erstes korrekt &#xFC;bersetzt, kriegt ein Ticket f&#xFC;rs Kino Scala.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/kino/kino-wie-es-sein-sollte.html"><title>Kino wie es sein sollte</title><link>http://kino.kaywa.ch/kino/kino-wie-es-sein-sollte.html</link><description>Kennen Sie das? Sie setzen sich ins Kino, zwar ohne &#xFC;berw&#xE4;ltigende Erwartungen, aber freudig gespannt, was da nun...</description><dc:date>2007-09-03T13:31:17Z</dc:date><dc:creator>Ralf Kaminski</dc:creator><dc:subject>Kino</dc:subject><content:encoded><![CDATA[Kennen Sie das? Sie setzen sich ins Kino, zwar ohne &#xFC;berw&#xE4;ltigende Erwartungen, aber freudig gespannt, was da nun kommt, und das, was da kommt, zieht Sie dann praktisch von der ersten Sekunde an derart in seinen Bann, dass Sie nicht nur hervorragend unterhalten sind, sondern sich am Ende erst wieder langsam in die Realit&#xE4;t zur&#xFC;cktasten m&#xFC;ssen? Solche Filme sind selten. Je mehr man gesehen hat, desto seltener. Jedenfalls f&#xFC;r mich, denn unabdingbar f&#xFC;r so ein Erlebnis ist eine &#xFC;berraschende Story (oder die &#xFC;berraschende und &#xFC;berzeugende Umsetzung einer bereits bekannten, richtig guten Story). Und welcher Film bietet das schon? Diese Rarit&#xE4;ten sind noch dazu h&#xF6;chst individuell, es h&#xE4;ngt vollkommen von Ihnen und Ihrem pers&#xF6;nlichen Erfahrungsschatz und Charakter ab, ob ein Film etwas in Ihnen ausl&#xF6;st, Sie ber&#xFC;hrt, Sie begeistert, Sie am&#xFC;siert. Deshalb sollte man sich auch nur sehr bedingt auf Filmkritiken verlassen, ausser nat&#xFC;rlich, man kann den Kritiker nach gewisser Zeit einigermassen einsch&#xE4;tzen (&#x201E;wenn der das schlecht findet, sind die Chancen gut, dass es ein richtig toller Film ist&#x201C;).<br xmlns=""/>
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Da ist die Welt noch in Ordnung: "Saturno Contro"<br xmlns=""/>
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Meist tauchen solche Filme ohne Vorwarnung auf, man hat nichts erwartet &#x2013; und bang! Geht man mit der Hoffnung in einen Film, es k&#xF6;nnte so einer werden, ist die Entt&#xE4;uschung fast immer programmiert. Und gerade, wenn ein Regisseur oder ein Produktionshaus bereits einmal einen solchen Film gemacht hat, neigt man zu solchen Hoffnungen. &#x201E;Lord of the Rings&#x201C; z.B., war so was. Entsprechend erwartete man von Peter Jacksons n&#xE4;chstem Epos &#x201E;King Kong&#x201C; nichts anderes als ein weiteres Meisterwerk. Nun, war es nicht. Oder, ganz anderes Genre, &#x201E;Hamam&#x201C; (1997) von Ferzan &#xD6;zpetek, ein kleines, feines, sensibles Drama &#xFC;ber Familie, Freundschaft, Liebe, Leben und Tod. Vom gleichen Regisseur l&#xE4;uft derzeit &#x201E;Saturno Contro&#x201C; bei uns, und es geht um dieselben Themen. Eine Gruppe von Freunden, die sich seit Jahren kennen, muss gleich mit zwei Dramen klar kommen: Ein Paar bricht auseinander, weil er sie betr&#xFC;gt &#x2013; gleichzeitig stirbt der j&#xFC;ngere Part eines Schwulenpaars an einer v&#xF6;llig &#xFC;berraschenden Hirnblutung. Wie die Freunde mit dem pl&#xF6;tzlichen Tod des einen umgehen und mit dem zerstrittenen Paar, das dennoch Teil der Gruppe bleibt, das ist durchaus ber&#xFC;hrend und sehenswert. Und doch, es kommt nicht an &#x201E;Hamam&#x201C; heran, vielleicht weil einige der Nebenfiguren nicht richtig zu &#xFC;berzeugen verm&#xF6;gen oder weil die Geschichte einen weniger klaren roten Faden hat.<br xmlns=""/>
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Manchmal aber, manchmal werden solchen Hoffnungen erf&#xFC;llt. Wieder ein anderes Genre: Das Animationsfilmhaus Pixar hat &#xFC;ber die Jahre diverse ausgezeichnete Filme gemacht, ihr letzter, &#x201E;Cars&#x201C; (2006), ist ein bisschen abgefallen, was aber auch daran lag, dass ihr vorletzter, &#x201E;The Incredibles&#x201C; (2004), so extrem gut war: einfallsreich, witzig, verspielt, voller Anspielungen &#x2013; eine Superhelden-Persiflage, die Erwachsenen mindestens so viel Spass gemacht hat wie Kindern, wenn nicht mehr. Pixars Neuer heisst &#x201E;Ratatouille&#x201C;, l&#xE4;uft schon seit ein paar Monaten in den USA und ab 3. Oktober auch in der Schweiz. Die Presse hat ihn bereits zu sehen bekommen, und ich kann Ihnen sagen, mit so einem abgebr&#xFC;hten Haufen Filmjournalisten im Kino zu sitzen, das macht nicht immer Spass. Da m&#xFC;hen sich durchaus unterhaltsame Kom&#xF6;dien auf der Leinwand ab, und treffen auf eisige Stille im Saal, zum Beispiel. Kann passieren. &#x201E;Ratatouille&#x201C; hat, wie soll ich sagen, also man kann schon fast von kleinen Entz&#xFC;ckungsschreien sprechen, die da teilweise ausgel&#xF6;st worden sind. Und viel Gel&#xE4;chter. Mit diesem Film hat sich Pixar tats&#xE4;chlich selbst &#xFC;bertroffen &#x2013; er hat alles, was &#x201E;The Incredibles&#x201C; auszeichnete, aber statt Superhelden und Weltrettungen geht es um allgemein etwas zug&#xE4;nglichere Themen: Kochen, Paris, niedliche Pelztiere, in diesem Fall: Ratten. Eine ganz besonders, die nicht nur intelligent ist, sondern auch &#xFC;ber einen besonders feinen Gaumen verf&#xFC;gt und &#xFC;ber einige wirre, irre und herausragend am&#xFC;sante Umwege zum Chefkoch eines der angesagtesten Pariser Restaurants avanciert. Klingt verr&#xFC;ckt? Ist es auch, aber der Film schafft es, dass man es ihm abnimmt. Das m&#xFC;ssen Sie gesehen haben. Ach, nur schon der Vorfilm ist das Eintrittsgeld wert...<br xmlns=""/>
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<img xmlns="" src="http://kino.kaywa.ch/files/images/2007/9/466/mob316_1188834030.jpg" alt="" title=""/><br xmlns=""/>
Verstorbener Chefkoch mit Ratten-Fan: "Ratatouille"<br xmlns=""/>
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Und wenn Sie Lust haben: Erz&#xE4;hlen Sie doch mal von Ihren Rarit&#xE4;ten, Filme, die Sie mitten ins Herz, ins Zwerchfell oder sonst wohin getroffen haben, unerwartet und vollkommen vereinnahmend. Jene Filme unter all den vielen schlechten und mittelm&#xE4;ssigen, die daf&#xFC;r sorgen, dass wir doch immer wieder in den grossen dunklen Saal namens Kino zur&#xFC;ckkehren, in der Hoffnung etwas Aussergew&#xF6;hnliches zu erleben.<br xmlns=""/>]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://kino.kaywa.ch/kino/the-simpsons-in-gross-3.html"><title>The Simpsons in gross</title><link>http://kino.kaywa.ch/kino/the-simpsons-in-gross-3.html</link><description>Wenn eine TV-Serie schon siebzehneinhalb Jahre l&#xE4;uft (17,5 Jahre!!) und noch immer kein Ende in Sicht ist, dann kratzt...</description><dc:date>2007-08-13T11:26:54Z</dc:date><dc:creator>Ralf Kaminski</dc:creator><dc:subject>Kino</dc:subject><content:encoded><![CDATA[Wenn eine TV-Serie schon siebzehneinhalb Jahre l&#xE4;uft (17,5 Jahre!!) und noch immer kein Ende in Sicht ist, dann kratzt man sich schon ein bisschen am Kopf und fragt sich, was eigentlich all die anderen TV-Serien falsch machen, die nach zwei, drei oder sieben Jahren mehr oder weniger freiwillig das Zeitliche segnen. Wenn dann auf der Basis eines solchen megalomanischen TV-Erfolgs erstmals ein Kinofilm gedreht wird (knapp 90 statt knapp 25 Minuten), kann man sich dennoch eigentlich nicht recht vorstellen, dass da was Gutes bei rauskommen kann. Irgendwie.<br xmlns=""/>
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Doch sitzt man dann im Kino, ertappt man sich bei einem konstanten Dauergrinsen, gelegentlich unterbrochen durch lautes Auflachen. Die Simpsons schaffens auch m&#xFC;helos, auf der Grossleinwand zu bestehen. Und ich sage das als Gelegenheitsgucker. Sprich, ich habe &#x201E;The Simpsons&#x201C; nie systematisch geschaut, bin aber prinzipiell beim Zappen immer h&#xE4;ngen geblieben, wenn ich auf sie stiess. Ein bisschen wie bei &#x201E;South Park&#x201C; (diese Serie gibts &#xFC;brigens auch schon seit zehn Jahren&#x2026;).<br xmlns=""/>
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Besonders ph&#xE4;nomenal finde ich ausserdem, dass sich die Simpsons trotz ihrer subversiven B&#xF6;sartigkeiten ihren Weg in die Herzen des Mainstream-Zuschauers gebahnt haben, der ja sonst mehr so auf Romantic Comedies, Action und Thriller steht. M&#xF6;glichst nichts Politisches oder Gesellschaftskritisches. Aber die kleine gelbe f&#xFC;nfk&#xF6;pfige US-Kleinstadtfamilie mit ihren seit 17,5 Jahren gleich alten Kindern hat diese Regel mit Charme, Humor und Hartn&#xE4;ckigkeit unterlaufen. Mal ehrlich: Gibts hier irgendjemanden, der nicht weiss wer die Simpsons sind? (Ja? Sch&#xE4;men Sie sich!) So ist die Serie mit den Jahren zu einer verl&#xE4;sslichen S&#xE4;ule der TV-Unterhaltung geworden, die auch immer wieder mit prominenten Gaststars besetzt ist. Im Film ist das Tom Hanks as himself, der im realen Leben offensichtlich mit einer sympathischen Menge Selbstironie ausgestattet ist. President Schwarzenegger hingegen wird von jemand anderem gesprochen&#x2026;<br xmlns=""/>
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Wollen Sie noch was &#xFC;ber die Story wissen? Kurz gesagt geht es darum, dass Homer Simpson trotz der umweltaktivistischen Grosseins&#xE4;tze seiner Tochter Lisa im lokalen See eine gr&#xF6;ssere Menge M&#xFC;ll entsorgt (an der offiziellen Entsorgungsstelle war die Schlange zu lang, um noch rechtzeitig zu den nur f&#xFC;r kurze Zeit verteilten Gratis-Donuts zu kommen&#x2026;). Diese Tat l&#xE4;sst den See kippen und ruft die US-Umweltbeh&#xF6;rde auf den Plan, die mit dem Segen von President Schwarzenegger ganz Springfield unter eine gewaltige, unzerst&#xF6;rbare Glasglocke setzt. Und als die schockierten Bewohner der Stadt rausfinden, wer ihnen das eingebrockt hat, gehts der Familie Simpson ans Lebendige. Das &#x2013; und wie die Simpsons am Ende dann doch noch alles irgendwie zum Guten wenden k&#xF6;nnen &#x2013; ist der rote Faden der Geschichte, der sorgsam mit weiteren Pointen und Anspielungen garniert ist, dass es ein wahres Vergn&#xFC;gen ist. Man k&#xF6;nnte glatt vom Gelegenheitsgucker zum Fan werden.<br xmlns=""/>]]></content:encoded></item></rdf:RDF>
